AG Statuten

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Die AG Statuten können als eine Art Verfassung von einer Aktiengesellschaft angesehen werden. Die AG Statuten gelten als Entstehungsvoraussetzung für die AG und sind formpflichtig. Das heißt die AG Statuten sind mit bestimmtem zwingenden und fakultativen Inhalt zu gestalten. Zum gesetzlich vorgeschriebenen Inhalt der AG Statuten gehört der Name der Firma und der Sitz der Gesellschaft, sowie der Zweck der Gesellschaft und die Höhe des Aktienkapitals sowie der Betrag der geleisteten Einlagen, ebenso wie die Anzahl, der Nennwert und die Art der Aktien, die von der Aktiengesellschaft ausgegeben werden. Zu den AG Statuten gehören zudem auch Informationen über die Einberufung der Generalversammlung und auch die Art des Stimmrechts der Aktionäre. Auch die Organe für die Verwaltung und für die Revision sind hierin genannt. In den AG Statuten steht zudem auch wie die Gesellschaft errichtet wird. Und zwar indem die Gründer in einer öffentlichen Urkunde erklären, dass eine Aktiengesellschaft gegründet wird. Mit diesem Errichtungsakt wird bekannt, dass sämtliche Aktien gültig gezeichnet sind und dass die versprochenen Einlagen auch dem gesamten Ausgabebetrag entsprechen. Dabei bedürfen die AG Statuten immer der Schriftform und auch der Beschlussfassung durch die öffentliche Beurkundung.

Änderung der AG Statuten

Eine Änderung der AG Statuten ist natürlich möglich, bedarf aber auch der Schriftform. Eine Änderung kann zum Beispiel vollzogen werden bei der Ausrichtung von Tantiemen und der Zusicherung von Bauzinsen, sowie der Begrenzung der Dauer der Gesellschaft und bei Konventionalstrafen, wenn Leistung der Einlage nicht rechtzeitig erbracht wurden. Und auch eine genehmigte und bedingte Kapitalerhöhung kann zu einer Änderung der AG Statuen führen. Die Änderung der AG Statuten ist ebenfalls von Nöten, wenn es zu einer Umwandlung von Namenaktien in Inhaberaktien kommen soll bzw. umgekehrt. Und wenn sich die Vorrechte einzelner Kategorien von Aktien ändern. Je mehr Informationen die AG Statuten enthalten, je transparenter ist eine Aktiengesellschaft. Enthalten sein sollte in den Statuten natürlich auch, welche Zuständigen gelten, wenn es um die Änderung der AG Statuten geht.

Bedingt notwendiger Inhalt der AG Statuten

Die AG Statuten können, müssen aber nicht, und zwar dann abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen die Ausrichtung von Tantiemen, die Zusicherung von Bauzinsen und die Begrenzung der Dauer der Gesellschaft enthalten. Des Weiteren kann in den AG Statuten auch die Höhe der Konventionalstrafen bei nicht rechtzeitiger Leistung der Einlage festgehalten sein. Die AG Statuten können zudem auch die einzelnen Vorrechte der verschiedenen Arten von Aktien, der Partizipationsscheine und Genussscheine enthalten. Auch Informationen über die Beschränkung des Stimmrechts und des Rechts der Aktionäre, dass diese sich vertreten lassen können, müssen nicht zwingend Inhalt der AG Statuten sein. Darüber hinaus können die AG Statuten auch die im Gesetz nicht vorgesehenen Fälle enthalten, in denen die Generalversammlung nur mit der qualifizierten Mehrheit einen Beschluss fassen kann. Auch diese Informationen tragen maßgeblich zur Transparenz der AG Statuten bei.