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Die Haftung einer Aktiengesellschaft

Im Bezug auf die Haftung einer Aktiengesellschaft sieht es so, dass die Gründer einer derartigen Gesellschaft mit ihrem Vermögen haften. Aber nur in der Höhe, in der diese zuvor ihre Einlage geleistet haben. In der Schweiz müssen die Einlagen in Form von Bargeld und Sacheinlagen zu 100 Prozent eingezahlt werden. Eine entsprechende Änderung per Gesetz gab es im Jahr 2008. Das bedeutet die gesamten mindestens CHF 100.000 müssen der Gesellschaft bei Gründung zur Verfügung stehen. Die Gesellschafter haften im Fall von einer Insolvenz auch mit ihrem Privatvermögen. Die Aktionäre indes nur mit ihrem Anteil am Aktienkapital. Das heißt der Aktionär verliert im Fall der Fälle nur seine Einlage. Die Haftung ist bei einer AG aber nicht nur darauf beschränkt, dass irgendwelche Ansprüche bestehen für den Fall einer Insolvenz. Auch der Vorstand einer Aktiengesellschaft haftet während der ganz normalen Geschäftstätigkeit für die Schulden der Gesellschaft. Dies betrifft vor allem Entscheidungen, die im Namen der Aktiengesellschaft getroffen wurden. Man spricht in diesem Fall von der sogenannten Innenhaftung.

Innenhaftung – die besondere Form der Haftung einer Aktiengesellschaft

Im Zuge der Innenhaftung können die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft schadenersatzpflichtig werden. Dies tritt dann ein, wenn sie ihre Sorgfaltspflicht verletzen und somit der Gesellschaft und insbesondere den Aktionären schaden. Danach ist die Haftung in diesem Fall keine Erfolgshaftung, sondern eine Verschuldenshaftung. Hat zum Beispiel ein Mitglied des Vorstands durch ein pflichtwidriges Verhalten der Gesellschaft einen Schaden zugefügt, wird er ersatzpflichtig. Je nach Einzelfall wird allerdings erst einmal untersucht in wie weit das Verhalten bzw. Handeln des Mitglieds des Vorstands dazu beigetragen hat, dass es zu dem Schaden kam. Ein weiteres Beispiel für die Innenhaftung ist auch die Haftung des Aufsichtsrates. In diesem Fall muss dem Aufsichtsrat bzw. einem einzelnen Mitglied eine Verletzung der Überwachungspflicht nachgewiesen werden.

Klage für Haftung einer Aktiengesellschaft

Zu den Fällen, die zu einer Innenhaftung führen, kann zum Beispiel gehören, dass das Verhalten oder Handeln zu einem entgangenen Gewinn geführt hat oder es zu einer Missachtung der gesetzlichen oder statutarischen Pflichten gekommen war. Ist der Schaden entstanden, wenn die Gesellschaft nicht in Insolvenz ist, erhält die Gesellschaft die Schadenersatzsumme. Meist müssen, weil die Verantwortlichen ihre Schuld nicht zugeben möchten, durch die Gesellschaft eine sogenannte Verantwortlichkeitsklage in die Wege geleitet werden. Dabei trägt allerdings der Aktionär das Risiko für den Prozess gegen den Verwaltungsrat, erhält am Ende jedoch auch den Prozesserfolg, wenn die Klage erfolgreich war. Der Gesellschaft ist es dabei erlaubt gegen alle Organpersonen zu klagen.