Stammkapital

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Das Stammkapital einer Aktiengesellschaft

Als Stammkapital bezeichnet man bei einer Aktiengesellschaft die von den Gesellschaftern geleistete Kapitaleinlage, welche im Gesellschaftervertrag vereinbart wurde. Das Stammkapital hat die Funktion, dass die Gesellschaft über ein Geschäftsvermögen verfügt, mit dessen Hilfe der Geschäftsbetrieb begonnen bzw. als Sicherheit für Kredite hinterlegt werden kann. Bei einer Aktiengesellschaft muss ein bestimmter Betrag eingezahlt werden. Das Stammkapital einer Aktiengesellschaft handelt es sich um einen Betrag von CHF 100.000.
Dieser Betrag kann auch in Form von Sacheinlagen erbracht werden (also Betriebs- und Geschäftsausstattung oder Grundstücke), wobei mindestens 20 Prozent der CHF 100.000 Bargeld sein muss, wobei der gesamte Betrag einbezahlt werden muss. Durch die Einzahlung erwerben die Gesellschafter entsprechende Anteile an der Aktiengesellschaft und erhalten dafür Aktien. Das Stammkapital einer Aktiengesellschaft kann erhöht werden, wenn neue Aktionäre, also Gesellschafter, hinzukommen. Auch diese erhalten für ihren Anteil wieder Aktien. Ob sich dadurch der Wert einer Aktiengesellschaft an der Börse auch erhöht, hängt natürlich vom gegenwärtigen Markt ab und davon, ob das Produkt oder die Dienstleistung, die angeboten wird, gerade gefragt ist oder nicht.

Stammkapital einer Aktiengesellschaft verwalten

Das Stammkapital einer Aktiengesellschaft muss natürlich entsprechend verwaltet werden. Das Stammkapital auf ein Privatkonto zu übertragen geht in diesem Fall. Die Aktiengesellschaft muss für das Stammkapital ein eigenes Konto anlegen. Das heißt die Einzahlung des Stammkapitals einer Aktiengesellschaft muss auf ein Geschäftskonto erfolgen, das als Sperrkonto konzipiert ist. Nach dem Eintrag ins Handelsregister wird dieses Sperrkonto wieder aufgelöst und das Stammkapital der Aktiengesellschaft auf das normale Geschäftskonto überwiesen. Grundsätzlich kann das Stammkapital frei verwendet werden. Dabei gilt allerdings, dass das Stammkapital im Interesse der Gesellschaft verwendet werden muss. Eine Aktiengesellschaft ist zu einer doppelten Buchhaltung verpflichtet. Dabei muss auch jegliche Verwendung des Stammkapitals ordnungsgemäß verbucht und nachvollziehbar sein. Die Aktiengesellschaft ist dabei zur Aufstellung einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung verpflichtet. Darin vorhanden sein muss auch der Verwendungszweck des Stammkapitals.

Was geschieht Stammkapital bei Konkurs

Das Ziel ist es, dass die Höhe des Stammkapitals immer erhalten wird. Für den Fall des Konkurses haftet jeder Gesellschaft in der Höhe seiner Einlage, und zwar uneingeschränkt auch mit seinem Privatvermögen. Bevor 2008 die Regelung in Kraft trat, dass das Stammkapital einer Aktiengesellschaft nicht zu 100 Prozent einbezahlt sein muss, bestand für den Aktionär in diesem Fall die sogenannte Nachschusspflicht. Das bedeutet, dass dieser dazu verpflichtet war auch für den Teil seines Anteils am Stammkapital gerade zu stehen, den er nicht einbezahlt hatte. Seit 2008 muss das Stammkapital einer Aktiengesellschaft in der Schweiz vollständig einbezahlt werden.